„Mit Gott war immer mehr drin!“

    

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist Pfarrer Rüdiger Funke von Superintendentin Saskia Karpenstein in den Ruhestand verabschiedet worden. Fast 25 Jahre war er als Seelsorger in Oer-Erkenschwick tätig. Viele ehemalige und aktuelle Wegbegleiterinnen und -begleiter, Kolleginnen und Kollegen waren zu seinem Abschied in die vollbesetzte Johanneskirche nach Oer-Erkenschwick gekommen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem ökumenischen Projektchor unter Leitung von Michael Schulze und Dominik Welke sowie dem Posaunenchor der Gemeinde.

 

„Du hast deinen Ruhestand gut vorbereitet und viele deiner Aufgaben ‚abgewickelt‘. Damit es leistbar bleibt für diejenigen, die bleiben“, machte Superintendentin Saskia Karpenstein deutlich. In Oer-Erkenschwick gäbe es viele helfende Hände bei Haupt- und Ehrenamtlichen, die an der Zukunft der Gemeinde arbeiten. Karpenstein wünschte Rüdiger Funke, dass er jetzt Atem holen kann in atemlosen Zeiten und das Gott ihm Ruhe und Begegnung schenkt.

 

Die Superintendentin dankte ihm für seinen Dienst, für den Einsatz seiner Gaben und Kräfte. „Du hast das Evangelium von Jesus Christus gepredigt und in vielfältiger Weise Gottes Liebe und Treue bezeugt“, so Karpenstein. „Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt eine neue Lebensphase. Du bist nun frei von den dienstlichen Pflichten als Gemeindepfarrer, bleibst aber berufen zur Verkündigung des Evangeliums und zur Seelsorge, wo immer der Dienst gefordert ist“, sagte Karpenstein bei der Entpflichtung und wünschte ihm Gottes Segen und alles Gute für die Zukunft.

 

In seiner Predigt blickte Rüdiger Funke ein Stück auf seine Zeit als Pfarrer zurück. „Ich hätte niemals einen anderen Beruf haben wollen. Dieser Dienst war der schönste, den ich mir denken konnte.“ Dabei war die Gemeinde für ihn immer mit Menschen verbunden. Bei all den Herausforderungen in den Jahren habe er feststellen dürfen: „Mit Gott war immer mehr drin!“ Sei es bei der Ausweitung des „Laden“-Projekts, bei der Flüchtlingshilfe oder der Corona-Krise, um nur einiges exemplarisch zu nennen. ‚Seiner‘ Gemeinde wünschte der scheidende Pfarrer Vertrauen darauf, dass Gott sie lenkt und sie aus dem Wind nimmt, wenn sie es braucht. Denn manchmal ist es gut sich Ruhe zu gönnen, um neue Kraft zu schöpfen.

 

Nach dem Gottesdienst und zahlreichen Grußworten aus Politik, Ökumene und Gemeinde gab es Gelegenheit, bei einem Imbiss sich persönlich von Rüdiger Funke zu verabschieden. Mit seiner Frau Gisela bleibt er in Oer-Erkenschwick wohnen. Funke hat sich eine mindestens sechsmonatige Pause vorgenommen von dem, um etwas Abstand zur bisherigen Funktion zu gewinnen und sich in seine neue Rolle des Pfarrers im Ruhestand einzufinden.

 

Bildunterschrift:

Superintendentin Saskia Karpenstein (3.v.r.) verabschiedete Pfarrer Rüdiger Funke (2.v.l.) in den Ruhestand.
Mit ihm freuten sich die Mitglieder des Presbyteriums und die katholischen Seelsorger.

 

Text und Foto: Ulrich Kamien, Ev. Kirchenkreis Recklinghausen, Kirchenkreisredaktion